Hausarbeiten früh beginnen

Ich weiß, dass ich vor zwei Wochen versprochen hatte, die Diskussion über die Hausarbeit fortzusetzen, aber dann kam der Muttertag dazwischen und ich hatte das starke Gefühl, dass ich über uns Frauen schreiben sollte, die Mütter als Torhüter, bitte entschuldigt.

Wenn du es verpasst hast, kannst du es hier noch einmal nachlesen.

Torhüter

Ich freue mich, dass wir uns jetzt weiter über das Thema Hausarbeit unterhalten können. Nachdem wir in unserem letzten Beitrag die verschiedenen Vorteile besprochen haben, hoffe ich, dass du bereit bist, sie in deinen Alltag zu integrieren. Nun möchte ich genauer darauf eingehen, wie das geht.

Wenn du unseren letzten Beitrag verpasst hast, schau ihn dir bitte unten an:

Hausarbeit

Kinder ab 3 Jahren können bei einfachen Aufgaben schon helfen. (Jüngere Kinder können auch unterstützen, aber lass uns der Einfachheit halber 3-Jährige im Fokus behalten.) Erinnert ihr euch an den letzten Blogbeitrag? Der frühe Beginn ist entscheidend. In diesem Alter sind sie sehr motiviert zu helfen und lieben es, Mama und Papa nachzuahmen. Am Anfang investieren wir mehr Zeit als sie uns unterstützen, und das ist vollkommen in Ordnung. Den Kindern frühzeitig Hausarbeiten zu übertragen, legt den Grundstein für Verantwortungsbewusstsein und Unabhängigkeit in der Zukunft. Es ist wieder der Marathon und nicht der Sprint. :-)

Erwartungen sind das A und O und können entscheidend sein. Wenn du zu naiv an die Sache herangehst und denkst, dein dreijähriges Kind würde ab sofort fehlerfrei den Tisch decken, wirst du schnell enttäuscht sein und möglicherweise zu früh aufgeben. Sei geduldig mit allen Beteiligten – es dauert seine Zeit.

Ich kann deine Frage fast hören: „Wie gehst du denn vor?”

Ich bin ein visueller Mensch und finde, dass visuelle Darstellungen unseren Kindern helfen, besonders wenn sie noch nicht lesen können. Ich versuche immer, einen möglichst niedlichen, farbenfrohen und leicht verständlichen Weg zu finden.

Ich empfehle dir, einen Plan für die Hausarbeit zu erstellen. So kannst du nicht nur die Verantwortlichkeiten deiner Kinder veranschaulichen, sondern ihnen auch ein Gefühl von Eigenverantwortung vermitteln. Statt ständig nachzufragen, wer was tun soll, kannst du sie einfach auf den Plan verweisen.

Überleg dir am besten zuerst, welche Aufgaben für das jeweilige Alter angemessen sind. Du möchtest Aufgaben, die realistisch und erreichbar sind und sie herausfordern, ohne sie zu überfordern. Als Eltern kennt ihr eure Kids am besten und könnt einschätzen, was sie schon können. Wir haben eine Liste mit möglichen Hausarbeiten nach Alter zusammengestellt, damit du leichter starten kannst. Natürlich kannst du je nach Bedarf deiner Familie und den Fähigkeiten deines Kindes weitere Aufgaben hinzufügen. Aber denk dran: Schau die Liste immer durch die Brille deines Kindes an. Manche brauchen vielleicht noch ein weiteres Jahr, bis sie bereit für bestimmte Aufgaben sind, während andere sie vielleicht schon früher bewältigen können. Passe die Hausarbeitsliste einfach an dein Kind und die Dynamik deiner Familie an.

Ich weiß noch genau, wie schwierig es für mich war, als unser dreijähriger Sohn zum ersten Mal Hausarbeiten erledigen sollte. Ich habe mich gefragt: „Was kann er denn schon machen?” Deshalb haben wir dieses Material erstellt – wir wollen dir damit einen Vorsprung verschaffen und dich auf deinem Weg unterstützen. Deine Kinder sind bereit und du kannst jetzt loslegen.

Aber das machen wir Schritt für Schritt.

Liste der Hausarbeiten ansehen

Überleg dir, welche Aufgaben du in deine Familienroutine integrieren möchtest. Du musst die Aufgaben nicht alle auf einmal erledigen. Vor allem nicht, wenn du ein dreijähriges Kind hast. Du hast schließlich viele Jahre Zeit. Am besten fängst du mit einer Aufgabe nach der anderen an. Es gibt keinen Grund zur Eile. So können die Kinder sich nach und nach daran gewöhnen und lernen, ohne sich überfordert zu fühlen.

Lehre sie

Wir weisen unseren Kindern nicht einfach Aufgaben zu und erwarten, dass sie sie ohne Anleitung erledigen. Ich weiß, es klingt vielleicht amüsant, aber oft ist das genau das, was passiert, oder? Nimm dir genügend Zeit, um deinen Kindern die Aufgaben nach und nach beizubringen. Wenn du zum Beispiel mit dem Sortieren von Kleidung nach Farben beginnst, ist es wichtig, dass die Aufgabe interaktiv und spannend ist. So kannst du dafür sorgen, dass sie aufmerksam bleiben und mitmachen wollen. Hier ist ein Ansatz, den du ausprobieren kannst, der Spaß macht: Bereite den Grund vor: Sag deinem Kind, dass du ihm oder ihr morgen etwas Spannendes beibringen wirst. Das weckt Vorfreude und Neugier und sorgt für einen guten Start.

Erkläre deinem Kind, worum es geht: Setzt euch zusammen und zeige ihm oder ihr, wie man Kleidung nach Farben sortiert. Sprecht über verschiedene Farben und warum es wichtig ist, sie getrennt zu halten. Überleg dir, ob du ein kleines Experiment einbauen möchtest, zum Beispiel, was passiert, wenn man weiße und rote Kleidung mischt. Wenn du möchtest, kannst du Requisiten oder visuelle Hilfsmittel verwenden, um die Aktivität interaktiver und unterhaltsamer zu gestalten.

Vertiefe das Gelernte: Nach Abschluss der Aktivität betone die Bedeutung des Sortierens von Kleidung nach Farben und die Wichtigkeit, sie getrennt zu halten. Du kannst die Lektion wiederholen oder zusätzliche Beispiele untersuchen, um ihr Verständnis zu vertiefen.

Es ist wichtig, die Hausarbeiten zu einem festen Bestandteil der Routine deines Kindes zu machen, nicht zu einem einmaligen Ereignis. Nachdem du die Aufgabe demonstriert hast, gib deinem Kind die Möglichkeit, sie in der nächsten Woche selbst auszuprobieren. Ermutige, stärke und lob sie, während sie jeden Schritt abschließen. Wenn du das Gefühl hast, dass sie die Aufgabe verstanden haben und bereit sind, sie eigenständig zu erledigen, füge sie ihrer Aufgabenliste hinzu.

Sobald du das Gefühl hast, dass du eine weitere Aufgabe hinzufügen kannst, beginne den Prozess von vorne, indem du sie zuerst unterrichtest. Ich kann nicht genug betonen - egal wie alt sie werden, fang immer mit dem Unterrichten an. Während sie wachsen, baue ihre Fähigkeiten mit jeder neuen Aufgabe aus und gib altersgerechte Erklärungen.

Haushaltsplan

Jetzt zum kreativen Teil: Erstelle deinen Haushaltsplan. Du kannst damit sehr kreativ sein oder einfach einen ausdrucken - es gibt viele druckbare online. Was auch immer du wählst, mach es bunt und spaßig!

Entscheide, wie oft jede Aufgabe erledigt werden soll, und schreibe oder male sie auf den Plan. Zeige deinem Kind dann voller Begeisterung den neuen Plan. Platziere sie an einem Ort in ihrer Augenhöhe, damit sie bei Bedarf leicht darauf zugreifen können. Dadurch fühlen sie sich mehr in ihre Aufgaben eingebunden und verantwortlich.

Bezahlen oder nicht bezahlen

Das ist eine wichtige Entscheidung, die früh getroffen werden sollte: Wirst du für die erledigte Arbeit bezahlen oder nicht?

In unserem Zuhause haben wir uns entschieden, es nicht zu tun. Wir glauben, dass jeder in der Familie zum Haushalt beitragen und einander unterstützen sollte. Das Bezahlen für Aufgaben kann manchmal die Freude am Helfen nehmen und eine Denkweise schaffen, in der Kinder nur für Geld Aufgaben erledigen. Zum Beispiel, wenn du sie um Hilfe bei etwas Zusätzlichem bittest, könnten sie anfangen zu fragen: "Wie viel bekomme ich?"

Also haben wir nicht mit dem Bezahlen für Aufgaben begonnen. Stattdessen geben wir ihnen eine Vergütung für zusätzliche Aufgaben die über ihre regulären Verantwortlichkeiten hinaus gehen.

Sei achtsam: Heutzutage besteht die Tendenz, Kinder für kleinere Aufgaben übermäßig zu entlohnen. Statt dessen solltest du ihnen den Wert des Geldes durch Arbeit und Anstrengung vermitteln und sicherstellen, dass die Vergütung angemessen zur Aufgabe passt.

Zum Wohl der Familie beitragen

Die Integration eines Gefühls der gemeinsamen Verantwortung innerhalb der Familienstruktur ist entscheidend für die Förderung von Empathie und den Aufbau eines starken Gemeinschaftssinns. Ermutige deine Kinder nicht nur dazu, ihren eigenen Platz am Tisch zu setzen und zu räumen, sondern auch dazu, den gesamten Tisch für alle zu decken. Indem du betonst, dass Aufgaben zum Nutzen der ganzen Familie sind, lernen Kinder den Wert von Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung. Dieser Ansatz vermittelt ihnen das Verständnis, dass ihre Handlungen direkt zum Wohlbefinden aller im Haushalt beitragen und betont die Bedeutung von Teamarbeit und Solidarität.

Ich hoffe, diese Diskussion hat dir Orientierung und Ermutigung gegeben. Aufgaben vermitteln unseren Kindern wichtige Lebenskompetenzen, und obwohl es zunächst herausfordernd erscheinen mag, wird die Wirkung im Laufe der Zeit offensichtlich. Mit zwei Teenagern und einem jungen Erwachsenen in unserem Haushalt habe ich aus erster Hand gesehen, welche bedeutenden Beiträge sie zu unserer Familie leisten. Es geht nicht nur um praktische Unterstützung; es ist eine Freude zu sehen, wie sie eines Tages selbstbewusst ihren eigenen Haushalt führen können. Vergiss nicht, trotz der Schwierigkeiten der Gegenwart, die reiche Ernte der Zukunft vor Augen zu haben.





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